Schwerpunkte 

Die junge community – en paz.de: Sie kommuniziert interaktiv mit Schülerinnen und Studierenden, um friedensorientierte Anliegen aufzuspüren und zu unterstützen. Sie macht auf Projekte aufmerksam, unterstützt Aktivitäten und – insbesondere – Vernetzungen. Je mehr Erfahrungen über mögliche Zusammenarbeit gemacht werden, desto effektiver wird das Anliegen vertreten.

Snapshot_EN-PAZ

EN-PAZ entwickelt Planspiele, Lehrmittel zur zivilen Konfliktbearbeitung in aktuellen Konflikten, ein interaktives Online-Quartett, Multiplikationsworkshops für Schulen.

Zu den Motiven gehört auch ein Nebeneffekt: Die Friedensbewegung mutet teilweise wie eine „Fossilientruppe“ an; das hängt damit zusammen, dass sich viele Alt-68iger erstmals in der Friedensbewegung engagierten, als es um die Verhinderung der Pershing-Raketen und Cruise Missiles ging (wie auch beim Stifter). Die großen Demonstrationen liegen aber inzwischen fast 30 Jahre zurück – und die Aktivistinnen von damals sind heute im Rentenalter. Aber die Anliegen der Friedensbewegung bleiben aktuell und erfordern junge Aktive!
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Aktuelle Unterrichtsmaterialien: Die Stiftung Friedensbildung erarbeitet Unterrichtsmaterialien für schulische Lehrkräfte und sichtet und bündelt vorhandenes aktuelles Material.  InteressentInnen können dies bei der Stiftung per email hidden; JavaScript is required anfordern. Daneben verweisen wir auf die drei mal jährlich erscheinende Zeitschrift GLOBAL LERNEN des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V. in Kooperation mit Brot für die Welt, sowie auf das PROJEKT FRIEDEN (im Aufbau) der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.).
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Netzwerke

Mitgliedschaft in den Netzwerken Friedensbildung Hessen und Rheinland-Pfalz. Das Rheinland-pfälzische Netzwerk ist auf der Basis eines Kooperationsabkommen mit dem Rheinland-pfälzischen Kultusministerium an der Friedensbildung den Schulen des Landes aktiv.
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Friedenspädagogik: Viele Schulbücher befassen sich im Kapitel „Friedens- und Sicherheitspolitik“ mit organisatorischen Fragen (Organisation der Vereinten Nationen), ihren Aktivitäten (z. B. UN-Friedenseinsätze), Fallbeispielen, insbesondere auch EU-Einsätzen, bei denen interessanterweise die zivilen Missionen in der Überzahl sind, was kaum jemand weiß. Aber über einige Fallbeispiele könnte man heftig streiten (etwa den Krieg der NATO gegen Jugoslawien oder den Irak-Krieg). Das Für überwiegt, das Wider kommt sehr kurz. Viele engagierte Lehrkräfte würden sich über ausführliche Kommentare und Links zu anderen Informationen sehr freuen (im Aufbau).
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Zur Friedenspädagogik gehört auch die Initiierung und Betreuung curricularer Weiterentwicklungen der Studiengänge für Friedens- und Konfliktforschung: Nur in wenigen Studiengängen für Friedens- und Konfliktforschung sind Rechtsmodule enthalten. Solche Rechtsmodule haben die Funktion, nicht nur über die Organisationen aufzuklären, von denen friedenspolitische Impulse ausgehen (etwa die Vereinten Nationen oder die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), sondern auch darauf aufmerksam zu machen, dass es rechtliche Instrumente gibt, die friedenspolitisch wirksam gemacht werden können. Dazu gehört beispielsweise das Gewaltverbot der UNO; das dem Bürger im Falle seiner Verletzung ein Klagerecht gibt. Das ist ein Instrument, das bisher kaum eingesetzt wurde. Warum? Es fehlte die Erkenntnis, dass der Bürger ein solches Klagerecht hat und nicht nur auf das Grundgesetz, sondern auch auf – z. B. – europarechtliche Regelungen stützen kann. Daher wäre es sehr wichtig, dass sich Studenten der Friedens- und Konfliktforschung, die sich ja in einem weiterführenden Studiengang mit starken Praxiselementen befinden, über derartige Instrumente informieren können.
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Friedens-Wiki: Wikipedia, das Internet-Lexikon, macht vor, wie man schnell relativ gründliche und verlässliche Informationen erhält. Auch friedenspolitisch gibt es einige Schlüsselbegriffe, die für die konkrete Friedensarbeit der AktivistInnen gebraucht werden, aber auch JournalistInnen zur Verfügung gestellt werden sollten, wenn sie über friedenspolitische Themen berichten. Zur Zeit ist ein friedenspolitisches Lexikon im Entstehen, das in Buchform erscheint. Die Stiftung möchte jedoch das Internet als Verbreitungsmedium nutzen und betreut deswegen das Projekt „Friedens-Wiki“.

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Was wurde bisher gefördert? (Auszug)

2007

• Förderung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung für Mitgliedsbeiträge zum European Peace Liasion Office (EPLO) 2007

• Unterstützung der Eröffnungsveranstaltung und der anschließenden internationalen Begegnung zum Projekt „Energie – Ressourcen – Frieden“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Deutschen Stiftung Friedensforschung in Osnabrück 2007

Das Projekt Energie, Ressourcen, Frieden – initiiert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Deutschen Stiftung Friedensforschung -, das sich mit der Verbindung der globalen Ressourcenherausforderung und wachsender Konfliktpotentiale beschäftigte, veranstaltete im November 2007 seine internationale Abschlussveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) in Berlin. An der mit mehr als 400 Teilnehmerinnen gut besuchten Veranstaltung sprachen der Bundesminister Siegmar Gabriel und der Friedensforscher Johan Galtung. Die Ergebnisse sind in dem gleichnamigen Buch veröffentlicht.

Mehr Informationen: www.dbu.de

• Unterstützung der öffentlichen Veranstaltung zur Vergabe der  Whistleblower-Preise 2007 an Brigitte Heinisch und Dr. Liv Bode

Im April 2007 vergaben die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und die JuristInnen gegen Atomwaffen den Whistleblower-Preis an die Sozialarbeiterin Brigitte Heinisch und an die Biologin Dr. Liv Bode für ihr couragiertes Verhalten, mit dem sie sich gegen undemokratische und unsoziale Praktiken im Beruf bzw. die Unterdrückung wissenschaftlicher Ergebnisse wandten, berufliche Nachteile in Kauf nahmen, um letztendlich mit Hilfe einer informierten Öffentlichkeit Recht zu bekommen.

Nähere Informationen: www.ialana.de und www.vdw-ev.de

2008

• Förderung des Projektes einer KSZMNO-Modellkonferenz 2008 – 10 (umfassender Bericht liegt vor)

• Förderung des Projektes „Return to the ICJ“ : Die Lobbyarbeit des Lawyers Committee on Nuclear Policy gegenüber den Vereinten Nationen 2009/10

Nachdem der IGH Atomwaffen 1996 für prinzipiell illegal erklärt und den Atomstaaten Schritte zur Abrüstung befohlen hatte, aber in den darauffolgenden Jahren keine Schritte zur atomaren Abrüstung­­ unternommen worden waren, prüft die internationale IALANA nun die Voraussetzungen einer erneuten Anfrage an den IGH. Die Erfolgsaussichten eines derartig langen und komplexen Prozesses wurden in vielfältigen Gesprächen und Konsultationen mit Regierungsvertretern, Diplomaten und anderen NGOs über einen längeren Zeitraum ventiliert. Dabei stand die Lobbyarbeit bei den Vereinten Nationen im Mittelpunkt, muss doch zur Einleitung eines IGH- Verfahrens ein positiver Beschluss der General Assembly herbeigeführt werden.

www.ialana.de und www.ialana.net

2009

• Förderung des Gegenkongresses der internationalen Friedensbewegung aus Anlass des 60. Geburtstags der NATO 2009

Das neu gegründete internationale Netzwerk „No to war – No to NATO, dem weltweit mehr als 650 Initiativen und Organisationen angehören, veranstaltete im April 2009 aus Anlass des NATO-Gipfels vielfältige Protestaktionen. Ein internationales Protestcamp, eine große Demonstration, Aktionen des zivilen Ungehorsams sowie ein internationale Gegengipfel fanden statt. Die Stiftung förderte den Gegengipfel, indem Referierende und Teilnehmer aus Osteuropa, Russlands und den USA eingeladen werden konnten. Der Gegengipfel analysierte die aktuelle (Kriegs-)politik der NATO, beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte des Militärbündnisses und diskutierte Alternativen zur NATO. Die Demonstration war mit über 30.000 eine große Aktion der internationalen Friedensbewegung, an dem Gegengipfel nahmen mehr als 500 Personen aus 18 Ländern teil. Außerordentlich erfolgreich war die umfassende Medienarbeit

www.no-to-nato.org

• Förderung der Aktivitäten der IALANA und des Internationalen Anti-Atomwaffennetzwerkes aus Anlass der Überprüfungskonferenz im Mai 2010 zum Nichtverbreitungsvertrag (NPT) in NYC

Die IALANA veranstaltete auf der Überprüfungskonferenz zum NPT-Vertrag im Mai 2010 mehrere side events im Rahmen der UNO-Veranstaltungen zu

-      Europa und Atomwaffen

-      Atomwaffen in Deutschland – eine rechtliche Bewertung

-      zur NATO-Strategie und der Rolle der Atomwaffen

Des Weiteren unterstützte die Stiftung den Kongress der internationalen Friedensbewegung „Für eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg“ durch die Übernahme der Kosten für zwei Workshops, die sich mit Atomwaffen in Europa und der NATO-Strategie beschäftigten. Unterstützt wurde auch die mediale Vorbereitung, u.a. durch die Mitfinanzierung einer Zeitungsbeilage im Neuen Deutschland

www.ialana.de und www.inesglobal.com

• Förderung der öffentlichen Vergabe der Alternativen Nobelpreise in Stockholm 2009

2010

• Unterstützung des Gegengipfels aus Anlass der Verabschiedung der Neuen NATO-Strategie in Lissabon 2010

Im November verabschiedete die NATO in Lissabon ihre kontrovers diskutierte neue Strategie. Das Netzwerk No to war – No to NATO setzte sich auf einem zweitägigen Gegengipfel intensiv mit dieser Strategie auseinander. Vor allem das Beharren auf die Möglichkeit, Auseinandersetzungen kriegerisch und unter Verwendung von Atomwaffen zu führen, wurde kritisiert. Daneben wurden Schritte hin zu einer gerechten, friedlichen Welt ohne Waffen entwickelt: das System kooperativer Sicherheit, die präventive Rüstungskontrolle; besonders aber Nukleare Abrüstung und Rüstungsexportstopp als Rahmenbedingung.

Die Stiftung Friedensbewegung unterstützte die große Demonstration der internationalen Friedensbewegung sowie Aktionen des zivilen Ungehorsams.

Die Veranstaltungen wurden von einer erfolgreichen Medienarbeit begleitet.

www.no-to-nato.org

• Förderung des erstmaligen Afghanistan Kongresses gemeinsam von VENRO (Dachverband der entwicklungspolitischen Gruppierungen) und der Friedensbewegung 2011.

VENRO, der Dachverband der entwicklungspolitischen Gruppierungen und die Kooperation für den Frieden, der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Plattform zivile Konfliktbearbeitung veranstalteten im Februar 2011 in Hannover erstmals einen gemeinsamen Kongress. Bei allen bestehenden Unterschieden, kamen die Kongressteilnehmer allerdings überein, den Krieg in Afghanistan abzulehnen und zu zivilen Konfliktlösungen aufzurufen. Dazu wollen die Gruppen in Zukunft auch weiterhin beitragen. Einmütig abgelehnt wurde die so genannte zivil-militärische Zusammenarbeit, welche „die Unter- und Einordnung der zivilen humanitären Hilfe unter das Militär“ bedeutete. Mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede prägten diese herausgehobene Tagung unterschiedlicher Lager der nationalen zivilen Verbände. 

Unter nachfolgendem Link erhalten sie Tagungsberichte, Audiostreams und Fotomaterial:

www.koop-frieden.de

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