Demos, Transparente, Flyer und Sprechchöre – Protestformen, die jeder kennt. Doch für das  Weltwirtschaftsforum 2014 in Devon, Schweiz  hat sich die “Crossroads Foundation” etwas Anderes ausgedacht.
Im “Refugee Run” macht eine Theaterperformance für die Teilnehmenden die Situation der Flüchtlinge real.Gewehrkolben in den Rippen, Dunkelheit. Angst und Ohnmacht, Hilflosigkeit. Soldaten, die schreien, die herumschubsen.

 

Ein Teilnehmer des Refugee Runs. Some rights reserved by   Crossroads Foundation Photos Flickr

Ein Teilnehmer des Refugee Runs. Some rights reserved by Crossroads Foundation Photos Flickr

 

Die deligierten des Weltwirtschaftsforums, Chefs einflussreicher Firmenbefinden sich plötzlich in einer Situation, die sonst nur die Machtlosen dieser Welt kennenlernen. Die Simulation berührt jeden. Viele einflussreiche Stimmen werden laut, die sich nun für die Menschen in Syrien einsetzen wollen. Denn auf die Krise dort konzentriert sich der diesjährige “Refugee Run”, au Syrien Geflüchtete erzählen ihre Geschichte, Entwicklungshelfer aus Jordanien und dem Libanon sind vor Ort.

Die Simulation ermöglicht es den Teilnehmenden, eine Ahnung von der tatsächlichen Realität der Menschen, die fliehen müssen zu erhalten. Es ist kein Text. Es ist auch kein Fernsehbeitrag. Der Gewehrkolben, der auf den eigenen Kopf gerichtet ist, ist vollkommen real, die groben Hände und die Gewalt der Soldaten ist es, die Abfälligkeit, mit der sie den “Flüchtlingen” begegnen. Die Wände des Käfigs sind real. Jeder weiß, dass es sich um eine Simulation handelt.
Jeder spürt die Angst und die Ohnmacht.
Jeder weiß, dass dies noch lange kein Vergleich zur tatsächlichen Realität ist.

 

Die Theaterperformance stellt die Machthabenden in die Position der Entrechteten.
“Crossroads” – Die Verbindung von denen, die Hilfe brauchen mit denen, die helfen können.
Kunst, die Mauern durchbricht. Die Gefühle weckt und Realitäten zusammenbringt.